Togo

Das Ziel von Handicap International (HI) in Togo ist es, Ungleichheiten abzubauen, um die Lebensbedingungen schutzbedürftiger Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderung, zu verbessern. HI möchte die Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft fördern.

Junge, dessen Buruli-Geschwür erfolgreich behandelt wurde - HI Togo

Junge, dessen Buruli-Geschwür erfolgreich behandelt wurde - HI Togo | © A. Surprenant / MYOP / HI

Laufende Aktivitäten

In Togo möchte Handicap International (HI) den Zugang zu Dienstleistungen und Rechten im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit verbessern, wobei der Fokus auf Frauen und Mädchen liegt. Der von HI entwickelte Ansatz ist integrativ und zielt darauf ab, die am stärksten gefährdeten Gruppen zu berücksichtigen, darunter Teenager und Frauen mit Behinderung.

Des Weiteren arbeiten wir mit Gesundheitszentren, Schulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Gemeinsam mit ihnen organisieren wir Schulungen, Aufklärungsveranstaltungen und Advocacy-Aktionen. Außerdem bilden unsere Teams Jugendliche zu Peer Educators aus, damit diese mit gutem Beispiel in ihrer Altersgruppe vorangehen können.

In Togo werden die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung im Schulsystem nicht ausreichend berücksichtigt. Daher leiten wir auch ein Projekt, um den inklusiven Zugang zu Grund- und Sekundarschulen zu gewährleisten und die Berufsausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu unterstützen. Gemeinsam mit Schulen und Behörden fördert HI das Bewusstsein für inklusive Bildung und geeignete Unterrichtsmethoden. Unsere Teams bilden Lehrer*innen aus, unterstützen Schulen, stellen Zentren für Bildungsressourcen zur Verfügung und setzen sich dafür ein, dass die Behinderten-Thematik mehr in den Regierungsrichtlinien verankert wird. Dazu gehört auch, dass Umgestaltungen vorgenommen werden, die für eine bessere Zugänglichkeit von Dienstleistungen notwendig sind.

HI setzt sich für die Förderung und Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung ein, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf geschlechtsspezifischer Diskriminierung liegt. Zu diesem Zweck unterstützt das Programm zivilgesellschaftliche Organisationen, die Gewalt gegen Frauen bekämpfen. Die Kompetenzen der Frauen sollen gestärkt werden und sie sollen ermutigt werden, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Nicht zuletzt arbeitet HI mit den anderen humanitären Akteur*innen des Landes zusammen, um sie dabei zu unterstützen, eine inklusivere Vorgehensweise zu entwickeln und die besonderen Bedürfnisse der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen stärker zu berücksichtigen.

Einsatzbereiche

Neues aus den Projekten

Inklusive Bildung in Westafrika: Ein erster Schritt zur Inklusion von Kindern mit Behinderung
© Studio Cabrelli / Handicap International

Inklusive Bildung in Westafrika: Ein erster Schritt zur Inklusion von Kindern mit Behinderung

Seit 2012 leitet Handicap International das Projekt APPEHL für die volle Teilhabe von Kindern mit Behinderung an Bildungsmaßnahmen. Unser Ziel ist es, damit die schulische Situation von 170.000 Kindern mit Behinderung in neun westafrikanischen Ländern zu verbessern. Sandra Boisseau, die unser Projekt von Dakar (Senegal) aus koordiniert, berichtet uns von den Aktionen, die bereits durchgeführt wurden, um die Barrieren im Bereich der Bildung für diese Kinder abzubauen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Togo

Obwohl Togo reich an natürlichen Ressourcen wie Gold und Phosphat ist, sind Ungleichheit und Armut nach wie vor extrem hoch, insbesondere bei Menschen mit Behinderung, die vor vielen Herausforderungen stehen.

Togo liegt in Westafrika und hat bereits mehrere politische Krisen im Zusammenhang mit den dortigen Präsidentschaftswahlen erlebt. Obwohl das Land seit seiner Unabhängigkeit ein demokratisches Regime führt, haben diese stark umstrittenen Wahlen zu erheblichen Unruhen geführt. 

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Togos lebt noch immer unterhalb der Armutsgrenze. 

Aufgrund der durchlässigen Grenzen zu Burkina Faso, in welchem sich seit Januar 2015 Terroranschläge ereignen, ist das Land einer wachsenden terroristischen Bedrohung ausgesetzt.

Die negative gesellschaftliche Wahrnehmung von Behinderung und der Mangel an barrierefreien Infrastrukturen führen dazu, dass Menschen mit Behinderung häufig von der Bildung ausgeschlossen sind und keinen gleichberechtigten Zugang zu Dienstleistungen wie z. B. zur Pflege haben. Diese Probleme werden jedoch immer mehr ins Blickfeld gerückt, vor allem dank der Interessenvertretung durch Organisationen von Menschen mit Behinderung. Auch HI ergreift Maßnahmen, um diese Situation zu ändern, in Zusammenarbeit mit zahlreichen staatlichen und nichtstaatlichen Partnern.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 41
Eröffnungsdatum des Programms: 1992

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